
Beliebteste und bedeutendste Rotweinsorte Württembergs. Der Klassiker schlechthin.
Der Trollinger beansprucht nährstoffreiche Böden und beste Weinbergslagen für sich. Die Trollingerrebe ist ein wahrer Freund unserer sonnenverwöhnten, terrassierten Steillagen. Die großen Trauben sind meist pyramidenförmig und geschultert, die großen Beeren rund und dickhäutig.
Der Lemberger, in Österreich auch als „Blau-fränkisch“ bezeichnet, reift sehr spät und stellt, wie der Blaue Spätburgunder, höchste Ansprüche an die Weinbergslage. Die Rebe gedeiht ideal auf tiefgründigen, fruchtbaren, sandigen Lößlehmböden. Die geschulterten, mittelgroßen Trauben sind meist lockerbeerig; die Beeren selbst sind rund, schwarzblau und besitzen eine dicke Schale.
Der Schwarzriesling, aufgrund seiner auffallend dichtfilzigen, weißwolligen Triebspitzen auch
„Müllerrebe“ genannt, entstammt dem Blauen Spätburgunder. Wie in der Burgunderfamilie typisch, sind seine Trauben mittelgroß, walzenförmig und dichtbeerig. Die Beeren des Schwarzriesling sind schwarzblau.
Der spät reifende Blaue Spätburgunder zählt zu den ältesten Kulturreben der Menschheit. Die Rebe liebt fruchtbare, lockere und tiefgründige Böden und stellt sehr hohe Ansprüche an die Lage. Der Blaue Spätburgunder gehört zu den edelsten Rotweinsorten und liefert walzenförmige, dichtbeerige Trauben mittlerer Größe. Die Beeren sind dünnhäutig von dunkel- bis violettblauer Farbe.
Der Samtrot ist eine Selektion der LVWO Weinsberg aus der Rebsorte Schwarzriesling. Walzenförmige, dichtbeerige Trauben mittlerer Größe charakterisieren seinen Typus. Die Beeren sind dünn-häutig und dunkelblau.
Exklusivste Rotweinspezialität Württembergs. Der Muskat-Trollinger ist vermutlich eine Spielart des Trollingers und stellt ebenfalls höchste Ansprüche an die Weinbergslage. Die großen Trauben sind meist geschultert, die großen Beeren oval und dickhäutig.
Ein junger Württemberger. Gezüchtet wurde der Acolon, wie seine „Mutter“ Dornfelder, an der LVWO Weinsberg durch die Kreuzung mit der Lembergertraube. Wie der Kerner bevorzugt der Acolon nebelfreie Hochlagen und bringt mittelgroße, lockerbeerige Trauben mit dickschaligen, dunkelroten, fast schwarzen Beeren hervor.
Der spät reifende Riesling, Deutschlands meist-angebaute, edelste und berühmteste Weißweinsorte, hegt höchste Ansprüche an die Lage. Kleine bis mittelgroße Trauben mit überwiegend kleinen, grüngelben und schwarz punktierten Beeren charakterisieren den Riesling.
Ein Württemberger, gezüchtet an der LVWO Weinsberg aus den Rebsorten Trollinger und Riesling und benannt nach dem Weinsberger Arzt, Dichter und Weinfreund Justinus Kerner. Die Rebe bevorzugt nebelfreie Hochlagen und liefert mittelgroße, geschulterte, lockerbeerige Trauben mit dickschaligen Beeren.
Der früh reifende Müller-Thurgau - benannt nach seinem Züchter Prof. Dr. H. Müller aus dem Kanton Thurgau - liebt tiefgründige, nährstoffreiche Böden. Mittelgroße bis große, oft geschulterte Trauben mit leicht ovalen Beeren typisieren den Müller-Thurgau.
Der Graue Burgunder, auch Ruländer genannt, ist eine weiße Spielart des Blauen Spätburgunders und liebt warme, tiefgründige Böden. Er zählt zu den besten Weißweinsorten. Die walzenförmigen, dichtbeerigen Trauben sind von mittlerer Größe, die Beeren des Grauen Burgunders sind dünnhäutig mit rötlich-violettem Glanz.
Der Weiße Burgunder ist wie der Graue Burgunder eine weiße Mutation des Blauen Spätburgunders und liebt warme, tiefgründige Böden. Er liefert ebenfalls walzenförmige, dichtbeerige Trauben mit grüner Beerenfarbe.
Der Chardonnay ist die populärste Weißweinsorte der Welt. Sein Ursprung liegt, wie bei vielen alten Rebsorten, in Vorderasien. Er gedeiht am Besten auf tiefgründigen, kalkhaltigen und warmen Böden.
Der Traminer gehört zu den edelsten Weißweinsorten. Rötlich schimmernde, dichtbeerige Trauben mit dicker Schale und würzigen Aromen prägen den Traminer.