Die Region rund um die Felsengartenkellerei

 

Ein Besuch in der Felsengartenkellerei läßt sich natürlich auch mit einem Besuch der sieben „Mitgliedsgemeinden“ verbinden, aus deren Ortsgenossenschaften die Felsengartenkellerei Besigheim eG entstanden ist. Sie bieten viele interessante Sehenswürdigkeiten, von denen wir einige hier kurz beschrieben haben. Besonders die historischen Innenstädte von Besigheim und Bietigheim sind reizvolle und geschichtsträchtige Orte mit ganz besonderem Flair.

 

BesigheimBesigheim

Hoch aufgerichtet auf einem Muschelkalksporn thront die mittelalterliche Stadt Besigheim. Enge Gassen und schmucke Fachwerkhäuser sind die Zierde der historischen Altstadt, die mit ihrem altertümlichen Flair Besucher aus Nah und Fern begeistert. Zwei Türme aus der Stauferzeit mit meterdicken Mauern, das Rathaus aus dem Jahre1459, einst Kaufhaus mit alemannischem Fachwerk, der Hochaltar in der Stadtkirche, das Steinhaus, die historische Badstube, die Alte Kelter mit einzigartigem Fasskeller, Weingärtnerhäuser und Hofstellen bieten eine unvergleichliche Kulisse und sind zugleich die Sehenswürdigkeiten in dieser württembergischen Kleinstadt.
Oft gemalt, liegt die mittelalterliche Altstadt mit engen Gassen und Winkeln auf einem Bergrücken, der ursprünglich an drei Seiten von Neckar und Enz umschlossen war. Von der Enzbrücke aus bietet sich die langgezogene Silhouette der Stadt besonders eindrucksvoll als eine unregelmäßige, aber harmonische Abfolge von Giebeln, Wänden und Dächern dar, aus denen der spätgotische Bau des Rathauses und der Obere und Untere Turm herausragen. Der gesamte Stadtkern steht seit Jahrzehnten unter Denkmalschutz.

 

BietigheimBietigheim

Die frühesten Siedlungsspuren zeigen, dass schon Kelten, Römer und Alemannen hier an diesem besonderen Flecken Erde waren. Das 1200 jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung konnte Bietigheim im Jahre 1989 u. a. mit der Landesgartenschau feiern. Schon 1364 war das Dorf zur Stadt erhoben worden. Seit der Industrialisierung verband man den Ortsnamen lange mit dem ansässigen Linoleumwerk. Wer sich heute hier umsieht, findet ein wunderschönes mittelalterliches Stadtbild mit Brunnen, Türmen, Mauern und Giebelhäusern sowie alte, verträumte Winkel, die sich seit dem 17. Jahrhundert kaum verändert zu haben scheinen. Dazwischen eingestreut, Begegnungen mit einer anderen Zeit. Zahlreiche Skulpturen und Plastiken im Straßenraum sorgen für eine spannungsreiche Zwiesprache mit der historischen Baukunst und üppig sprießendem, blütenduftendem Grün.


IngersheimIngersheim

Das jüngste Mitglied der Felsengartenkellerei ist die am westlichen Neckarufer, verkehrsgünstig am Rande der Region Stuttgart gelegene Gemeinde Ingersheim. Eingebettet in Wiesen, Felder und Weinberge hat sich die aus den zwei Ortsteilen Klein- und Großingersheim, bestehende Kommune in vielen Bereichen ihren ländlichen Charakter erhalten. Durch die im Jahre 1999 begonnene Ortskernsanierung konnten im Ortsteil Großingersheim bereits merkbare Wohnumfeldverbesserungen realisiert werden. Einwohner und Besucher genießen das schöne Neckartal mit seinen Steilhängen, welches interessante Wanderwege und insbesondere zwischen Klein- und Großingersheim auch einmalige Aussichtspunkte bietet.


HessigheimHessigheim

Einer der bedeutendsten Weinorte des Mittleren Neckartals, malerisch eingebettet in einen großen Bogen, den der Neckar hier beschreibt. Großen Besitz hatte hier früher das Kloster Hirsau. Da im Schwarzwald kein Wein wächst, nutzten die Mönche ihren Besitz im schönen Neckartal, um ihren Klosterwein herzustellen. So wurde wie man sieht schon sehr früh unser Wein bis über die Landesgrenzen hinaus geschätzt. Besondere Anziehungspunkte sind die Felsengärten, liebevoll auch „Schwäbische Dolomiten“ genannt, der rege Handel mit Obst und Gemüse vor fast jeder Haustür entlang der Hauptstraße und die Hessigheimer Heimatstube. Am Ortsausgang in Richtung Besigheim verabschiedet sich ein Haus auf diskrete Weise von unliebsamen Zeitgenossen, was dem Betrachter gleich einen Eindruck der Hessigheimer vermittelt, die sich in Dialekt, Sitte und Gebräuchen grundlegend von den umliegenden Gemeinden unterscheiden!


GemmrigheimGemmrigheim

Im Jahr 1085 wurde Gemmrigheim im Schenkungsbuch des Klosters Reichenbach erstmals urkundlich erwähnt. Im 13./14. Jh. kommt der Ort zur Grafschaft Württemberg. Touristisch interessant ist vor allem die St. Johan-nes-Kirche. Im Erdgeschoss des Kirchturms kann man den Chor des frühesten nachgewiesenen Kirchenbaus aus dem 13. Jh. besichtigen, ebenso Fresken, die um das Jahr 1400 entstanden sind (Besichtigung auf Anfrage beim ev. Pfarramt möglich). Ebenfalls sehenswert sind das schöne Fachwerkrathaus und die renovierten Ottmarsheimer und Besigheimer Tortürme, die unübersehbar von einer bedeutenden Vergangenheit zeugen. Der Ort ist durch seine idyllische Lage direkt am Neckar besonders vom Weinbau geprägt. Rad- und Wanderwege laden zum Erkunden der Natur ein.


LöchgauLöchgau

Löchgau erreicht man über die Landstraße (L1115), entlang des idyllischen Steinbachtals oder die „Steig“, die oberhalb der terrassierten Weinberge, entlang von Hecken, Reben und Kirschbäumen, in den im 16. Jh. ellipsenförmig ummauerten Dorfkern führt. Das Fachwerk-rathaus von 1602, die 1147 erwähnte Peterskirche, die ehem. Kelter aus Bruchsteinmauerwerk, alte Schule, Bürgerhäuser, Zehnt- und Pfarrscheuer sowie die alte Dorfschmiede sind noch Zeugen mittelalterlicher Blüte. Ein historischer Dorfrundgang mit 20 Stationen führt um die Dorfmauer und durch den Dorfkern, der mit zahlreichen Plastiken des Bildhauers Prof. K.H. Seemann ausgestattet ist. In der Jakob-Löffler-Schule befindet sich das Nagelmuseum Löchgau, das europaweit einzigartig ist. Faltblätter zum Dorfrundgang und Nagelmuseum gibt es im Rathaus. (Führungen auf telefonische Voranmeldung Tel. 07143/2709-0)


WalheimWalheim

Auf historischem Boden liegt auch das traditionelle Weindorf Walheim mit seiner keltischen und römischen Vergangenheit. Im Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg, dem „Römerhaus Walheim“ (Nähere Informationen im Rathaus Walheim, Telefon 07143/8041-0) sind beeindruckende Funde aus nahezu zehnjährigen Grabungsarbeiten zu sehen. Kernstück der Ausstellung ist die 40 Meter breite Ruine eines römischen Handelshauses. Ein weiteres römisches Erbe in Walheim ist der Weinbau, der noch heute das Dorf und seine Landschaft prägt.

 

IlsfeldIlsfeld

Neu bei der Felsengartenkellerei ist Ilsfeld mit seinen Ortsteilen Helfenberg und Auenstein. Die „Hauptstadt des Schozachtals“ ist mit ihren rund 8.200 Einwohnern eine moderne Gemeinde mit bevorzugter Wohnlage im Einzugsbereich der Ballungsräume Heilbronn und Stuttgart. Die reizvolle Landschaft mit beträchtlichem Waldbestand und herrlichen Aussichtspunkten oberhalb der Rebflächen bietet sich für ausgedehnte Spaziergänge und für die Naherholung an. Der durch Auenstein, Ilsfeld und Schozach verlaufende Alb-Neckar-Rad- wanderweg auf der Trasse der früheren Schmalspurbahn lädt zu einem Radausflug ein. Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Bartholomäuskirche, das Dorastift und die Burgruine Helfenberg (1250) machen Ilsfeld weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt. Gemütlichen Aufenthalt bieten die zahlreichen gutbürgerlichen Gaststätten und die Besenwirtschaften.
Auch zu feiern versteht man in Ilsfeld. Seit fast 500 Jahren findet alljährlich an Bartholomäi, dem letzten Wochenende im August, der traditionelle Ilsfelder Holzmarkt statt. Stimmung, Spaß und gute Laune sind garantiert. Ein buntes Musikprogramm für Jung und Alt, zahlreiche Attraktionen rund um die größte Veranstaltung in der Schozachtal-Gemeinde Ilsfeld und ein liebevoll dekoriertes Festzelt mit einem erstklassigen Speisen - und Getränkeangebot sind Grund genug um nach Ilsfeld zu kommen.

 

AbstattAbstatt

Abstatt liegt im Süden des Landkreises Heilbronn am Rande der Löwensteiner Berge im idyllischen Schozachtal und zählt neuerdings ebenfalls zu den Mitgliedsgemeinden der Felsengartenkellerei.
Besonders sehenswert sind einige der historischen Fachwerkhäuser aus dem 15./16. Jahrhundert und die Burg Wildeck bei Vohenlohe, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Die evangelische Pfarrkirche St. Stephan wurde 1766 spätbarock auf den Überresten eines älteren, gotischen Vorgängerbaus errichtet und nach einem Brand 1899 durch Heinrich Dolmetsch neu erbaut. Auf dem Friedhof befindet sich ein aus Sandstein gefertigtes Epitaph, das einen Löwensteinischen Amtmann aus der Zeit um 1600 in Lebensgröße zeigt. Das Standbild befand sich einst vor dem Rathaus.
Im Ortskern wurden zahlreiche große, unterschiedlich bunt bemalte Katzenfiguren dauerhaft aufgestellt, die Rällinge. Rälling ist der Utzname der Abstatter und bedeutet soviel wie „unternehmungslustiger Kater auf Brautschau“.
Der von der Autobahn Heilbronn-Stuttgart aus weit sichtbare Abstatter Burgberg prägt das Landschaftsbild und lädt ein, die vielen vorzüglichen Weine die diese Lage hervorbringt, zu probieren.

 

 

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